Symposium 2022

Who cares? Miteinander – füreinander – Tagung zur gemeinsamen Verantwortung in den Bereichen Bildung, Schule und Gesellschaft

Mittwoch, 16. November 2022 | 9:00 bis 18:30 Uhr

Pädagogische Hochschule Niederösterreich | Campus Baden

Programm | Vormittag

  • 9:00 Uhr Eintreffen & Literarisches Café

    David Tritscher, jüngster Preisträger des österreichischen Literaturpreises Ohrenschmaus

  • MUSIKALISCHE BEGEGNUNGEN

    Wladigeroff Brothers

  • 9:30 Uhr Begrüßung

    Univ.-Prof. HR MMag. DDr. Erwin Rauscher, Rektor der Pädagogischen Hochschule NÖ
    Grußworte seitens der Vertretung der Bildungsdirektion für NÖ

  • 10:00 Uhr Eröffnung

    Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister

  • 10:15 Uhr Vortrag

    „Kümmern kann Leben retten. In Krisen braucht es ein Miteinander! – Kinder und Jugendliche im Umgang mit der Pandemie“

    Univ.-Prof. Dr. Dr.med. Paul Plener, MHBA, Leiter der Universitätsklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie der Universität Wien

  • 11:00 Uhr Vortrag

    Die Rolle der Medien und präventive Potentiale für junge Menschen“

    Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Thomas Niederkrotenthaler, MMSc, PhD

  • 11:45 Uhr Vortrag

    #girlsCAN – Empowerment durch Graffiti. Train-the trainer – Curriculum

    Brigitte Temel, MA BA BSc, Projektverantwortliche & Mag.a Dr.in Birgitt Haller, Wissenschaftliche Leitung des Instituts für Konfliktforschung

  • 12:00 Uhr Mittagspause & Literarisches Café

    Grußworte

    Dr. Franz-Joseph Huainigg, Humanitarian Broadcasting & Obmann Ohrenschmaus

    Julian Messner, Wörtersammler und Autor bei Ohrenschmaus

    Dr.phil. Sophie Reyer, Autorin zahlreicher Theaterstücke und Romane & mehrfache Literaturpreisträgerin

Programm | Nachmittag

  • 13:00 Uhr Care & Musik

    Ernst Molden

  • 13:15 Uhr Vortrag

    „Care statt Erbarmen. Kommunikation als Grundrecht für ALLE“

    HS-Prof.in Priv. Doz. Dr.phil. Misia Sophia Doms, Lehrende an der PH NÖ, Zentrumsleitung für Bachelor und Master, stv. Departmentleitung für Diversität

  • 14:00 Uhr Vortrag

    „Entwicklung des Projekts Open2chat“
    MMag. Dr. Markus Böckle MSc., MMag. Christian Wiesner, Bakk.Komm., Mag.a Sabine Steinböck, Mag.a phil. Kerstin A. Zechner, MA Bakk.a phil.

  • 14:15 Uhr Vortrag

    „Mensch“
    Priv. Doz. Dr.rer.nat. Peter Rossmanith, Molekularbiologe, Affiliate an der Lawrence Berkely Universität und an der Veterinärmedizinischen Universität Wien

  • 14:45 Uhr Vortrag

    „Wer sorgt für wen? Werteorientierung im Index für Inklusion“
    Mag.a Dr.in Maria-Luise Braunsteiner, Senior Lecturer an der PH NÖ; Mitherausgeberin des deutschsprachigen Index für Inklusion, stv. Vorsitzende des Qualitätssicherungsrates für die Pädagog*innenbildung

  • 15.30 Uhr Pause

    Kaffeeempfang in der Aula

  • 15:45 bis 18:30 Uhr Workshops

    laut Workshopbeschreibungen

Workshops

Bitte klicken Sie auf den jeweiligen Workshop um den Inhalt zu sehen.

Inhalt: In einer Zeit, in der für uns und für die nachfolgenden Generationen vieles unsicher geworden ist, sind wir ganz besonders aufgerufen, Verantwortung und Sorge füreinander zu tragen. Wie aber kommen wir nachhaltig ins Handeln?
Sobald wir grundlegende Zusammenhänge unseres psychosozialen Funktionierens begreifen, fällt es uns um vieles leichter, miteinander füreinander da zu sein. Das Verstehen bildet eine gute Grundlage für Achtsamkeit, Verständnis und Fürsorge für uns selbst, die anderen und der Welt gegenüber.
Wir werden im Workshop auf berührende und humorvolle Weise unserem inneren Bild (= imago) begegnen und am Beispiel der Mobbingprävention und des „No Blame Approach“-Ansatzes beleuchten, wie wir am besten Sorge für uns und andere tragen können („care“).

Referentin: Ilka Wiegrefe, psychosoziale Beraterin, Autorin, Gewaltpräventionstrainerin, Referentin an Pädagogischen Hochschulen, Leiterin des Vereins „Team Präsent“, welches 2019 den von der Kija NÖ initiierten Kinderrechtepreis erhalten hat. Weitere Infos unter http://www.team-praesent.at/

Inhalt: Historisch betrachtet waren Schönheits- und Körperideale immer schon gegenwärtig – im Workshop wollen wir uns aber mit aktuellen Darstellungen von „Schönheit“ in den Neuen Medien auseinandersetzen. Die Themen Body Positivity und Body Neutrality werden näher beleuchtet und mithilfe von selbstreflexiven Übungen und Methoden vertieft, die auch in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen angewendet werden können. Ziel ist es, ein Bewusstsein für vielfältige Körperbilder und Schönheitskonzepte zu schaffen, um Bodyshaming (das auf vielseitige Art und Weise zum Ausdruck kommen kann) entgegenzuwirken und somit kommerzielle Darstellungen von Schönheit hinterfragen zu können. Zudem wollen wir einen Einblick in die digitalen Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen geben, um das Verständnis für Herausforderungen zu fördern und Möglichkeiten für stärkende Interventionen aufzuzeigen.

Referentinnen: Mona Fischer, Sexualpädagogin, Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung & Luise Schantini, Sexualpädagogin, Sexualberaterin i.A.u.S., Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Sozialpädagogik i.A., Lil* Zentrum für Sexuelle Bildung, Kommunikations- und Gesundheitsförderung – weitere Infos unter https://liebenslust.at

Inhalt: Im Workshop erheben Sie zunächst Ihren persönlichen Status quo der Selbstfürsorge. Sie lernen die fünf Säulen der Selbstfürsorge kennen, entlarven Ihre persönlichen Hindernisse und erarbeiten zusätzlich zu Ihren vorhandenen Ressourcen gesunde Gegenstrategien.

Eine Achtsamkeitsübung holt Sie aus dem Tun-Modus in den Seins-Modus ins Hier und Jetzt. Sie lernen verschiedene Selbstfürsorge-Techniken kennen. Eine Übung zum mitfühlenden Umgang mit sich selbst vertieft das Erfahrene. Für einen gelungenen Transfer in den Alltag erhalten Sie die  Übungen nach dem Workshop zum Download.

Bitte bringen Sie zu diesem Workshop gerne eine Decke und/oder andere Elemente mit, die Ihr persönliches Wohlbefinden unterstützen.

 

Referentin: Mag.a Michaela Koller-Rieder, Stressbewältigung und Burnout-Begleitung; Training.Coaching.Beratung, weitere Infos unter www.kopf-frei.at

Inhalt: Persönlichkeitsentwicklung geschieht der transformatorischen Bildung zufolge immer als Resultat einer Krisenerfahrung, also dann, wenn das bereits vorhandene Verständnis von Selbst und Umwelt nicht mehr ausreichend ist, um ein Problem zu lösen. Der Umgang mit dem eigenen Scheitern führt zur Bildung von Resilienz im Sinne der psychischen Widerstandsfähigkeit von Menschen gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken.

In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam die Zusammenhänge zwischen Gesundheitsförderung und kultureller Bildung ausgehend von Krisenerfahrungen. Wie können kreative Freiräume dazu beitragen, besser mit Scheitern umzugehen?

Referent: Gregor Ruttner-Vicht, MA MSc ist seit vielen Jahren als Theaterpädagoge in ganz Europa tätig. Er ist Lehrender an der PH Niederösterreich im Bereich kultureller Bildung und setzt für „YEP – Stimme der Jugend“ partizipative Projekte mit jungen Menschen um. Seine intensive Beschäftigung mit dem Thema Resilienz führte zu zahlreichen Publikationen in den vergangenen 12 Monaten. Weitere Infos unter www.linkedin.com/in/gregorruttner

Inhalt: Who cares? Diese Frage stellen sich besonders Menschen, die aus anderen Gegenden der Welt geflüchtet sind und die bei uns eine sichere Zukunft suchen. Wir haben die Chance, in Österreichs Schulen die Basis für ein besseres Miteinander zu schaffen. Inklusion ist eine Herausforderung, aber noch viel mehr ist sie eine Chance. Wir können Lebendigkeit, Kreativität, Verständnis und Fürsorge in unsere Klassen und in der Welt nähren, wenn wir der Vielfalt unserer Gesellschaft sorgsam einen Platz geben. Im Workshop werden wir uns mit dem Fremden konfrontieren und achtsam beobachten, was es in uns auslöst. Wir werden Wege aufzeigen, wie wir uns Ängsten stellen können und wie wir uns berühren lassen können, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

Referent: Mag. Markus Priller, Mitbegründer von projektXchange, einer Plattform die Workshops zum Thema Inklusion und Multikulturalität mit über 60.000 SchülerInnen in Österreich durchgeführt hat. Historiker, Diversity trainer, Fortbildner für interkulturelle Kompetenz im Österreichischen Roten Kreuz.

Inhalt: Der Kern der Pädagogik ist der Mensch. Aber wie funktioniert der eigentlich? Wie lebt die Evolution in uns? Was sind einzigartige Elemente des Mensch-Seins, wie beeinflussen diese die Entwicklung des Individuums und wie die pädagogische Unterstützung bei dieser Entwicklung. Kreativität, Logik, Werkzeuggebrauch, der Mensch als Gruppenwesen und vieles mehr wird mit Hilfe ausgewählter heller Köpfe diskutiert und zu einem Ansatz inklusiver Lern- und Trainingshilfen zusammengefasst.

Referent: Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Peter Rossmanith, Molekularbiologe und Methodenentwickler, Vortragender an der Universität. Evolutionsbiologie, Stoffwechselphysiologie und Kampfkunst steuerten über Jahrzehnte Akzente bei, welche zu einer soliden Meinung führte, was der Mensch sei und wie er sich entwickeln sollte.

Inhalt: Der Workshop führt in den Auftrag elementarer Bildungseinrichtungen sowie ganztägiger Schulformen ein, die neben Bildung auch Erziehungs- und Betreuungsunktion umfassen. Vielfach werden Betreuung und Pflege im Vergleich zu Bildung als geringwertig erachtet, Erziehung wird als Teil von Bildung betrachtet und unter diese subsumiert. Diesen Spannungsfeldern geht der Workshop auf die Spur.

In „Care“ im Sinne eines Miteinander und Füreinander steckt viel Bildungspotential – gerade in der frühen und mittleren Kindheit. Hierfür bietet der Beitrag Anregungen und Impulse.

In „Care“ stecken aber auch die pädagogische Haltung und der Habitus pädagogischer Fachkräfte, die Rollenbilder in Sachen „Care“ sind, sowie die pädagogische Verantwortung für die Sicherheit, das psychosoziale und das physische Wohlergehen der Kinder. Der Workshop bietet Gelegenheit für Austausch und Reflexion dieser Dimensionen von „Care“.

Referentin: Mag. Simone Breit, Departmentleitung Elementarpädagogik an der PH NÖ

 

Inhalt: In diesem Workshop wird den Teilnehmenden Achtsamkeit im Umgang mit Foto-grafien und deren Veröffentlichung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich vermittelt. Neben den rechtlichen und ethischen Grundlagen der Fotografie wird anhand von Beispielbildern aufgezeigt, welche Differenzen der Betrachtung bei Veröffentlichungen auftreten können und welche Aspekte der Care-Ethik dabei zu thematisieren sind:

Rechtliche Grundlagen:

  • Urheberrecht und Nutzungsrecht im öffentlichen und privaten Bereich
  • Recht am eigenen Bild, Fotografieren von Models, Panoramarecht
  • Social Media

Ethische Grundlagen:

  • Idealnorm und Praxisnorm
  • Kriterien für moralisch angemessenes Fotografieren
  • Deontologischer, utilitaristischer und prinzipienethischer Ansatz

Bildbesprechung:

  • Relevanz, Wahrnehmung und Wirkung von Bildern
  • Fälschung und Manipulation mittels Bildbearbeitung
  • Meinungsaustausch zu kontrovers diskutierten Veröffentlichungen anhand von

Beispielbildern

Referent*innen: Mag.a Gabi Holzer, AHS-Lehrerin (Ethik, Psychologie, Philosophie), zertifizierte Ethik-Beraterin im Gesundheitswesen & Helmut Sulzberger, Berufsfotograf, Vizepräsident Österreichischer Verband der Fotografie