Symposium 2025
SELBSTbestimmt Handy & Co
Tagung zur gemeinsamen Verantwortung in Bildung, Schule und Gesellschaft
Mittwoch, 12. November 2025 | 9:00 bis 17:30 Uhr
Pädagogische Hochschule Niederösterreich | Mühlgasse 67, 2500 Baden
Programm
9:00 Uhr Eintreffen, Registrierung
9:30 Uhr Begrüßung und Eröffnung
Begrüßung
HR Mag. Karl Fritthum, Bildungsdirektor der Bildungsdirektion für Niederösterreich
HS-Prof.in Mag.a iur. Dr.in Edda Polz, BEd MEd PhD, Vizerektorin für Forschung und Hochschulentwicklung an der PH NÖ
Eröffnung
Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrätin für Bildung, Soziales und Wohnbau
10:00 Uhr Vortrag
Schule in Zeiten von KI – Was sich verändert, was bleibt, was kommen muss
Ass.-Prof.in Dr.in MMag.a Elke Höfler, Assistenzprofessorin für Mediendidaktik und Sprachendidaktik, Universität Graz
10:45 Uhr Pause
11:05 Uhr Vortrag
Religiös motivierter politischer Extremismus: Aktuelle Trends im digitalen und analogen Raum
Direktorin Mag.a Lisa Fellhofer, MBA, Österreichischer Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischen Extremismus
11:50 Uhr Vortrag
Always on, always out? Das Handy in der Schule zwischen Ablenkung und Lernchance
HS-Prof. Mag. (FH) Walter Fikisz, BEd MA PhD, Hochschullehrender im Bereich Medienpädagogik, Pädagogische Hochschule Niederösterreich
12:40 Uhr Mittagspause
13:40 Uhr Vortrag
Digitale Selbstfürsorge: Wie wir mit Handy & Co glücklich werden können
Assoz.-Prof. Dr. Thomas Herdin, Kommunikationswissenschafter und Leiter der Abteilung transkulturelle Kommunikation an der Universität Salzburg
14:30 Uhr Pause
15:00 Uhr Workshops
17:30 Uhr Ende der Tagung
Moderation: Nina Kraft
Workshops
Bitte klicken Sie auf den jeweiligen Workshop um den Inhalt zu sehen.
AUSGEBUCHT // Workshop 1: Neue Autorität & Contactivity. Die Begleitung von Entwicklungsprozessen durch beziehungsorientierte-verbindende Gespräche
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die ein vermeidendes und demotiviertes Verhalten aufgrund von zu hohen Medienkonsum zeigen, stellen uns oft vor Herausforderungen. Was also tun, wenn Kinder & Jugendliche sich zurückziehen und nicht das eigene Potential sehen. Was steht hinter diesem vermeidenden
Verhalten? und Wie können junge Menschen in diesem Vermeidungsverhalten gut begleitet werden, sodass sie ihre eigenen Ressourcen erkennen können und
das eigene Potential wiederfinden? In diesem Workshop setzen wir uns einerseits mit der Frage der Selbstregulation auseinander, um eine stabile und unterstützende Umgebung zu schaffen und auf der anderen Seite wird ein Einblick in das Konzept der Neuen Autorität und dem Ansatz von Contactivity (nach Uri Weinblatt) vorgestellt. Dieses unterstützt uns dabei beziehungsorientierte verbindende Gespräche zu führen, um wieder in den Kontakt zu kommen und Kinder & Jugendliche dabei zu unterstützen, am sozialen Leben wieder teilzunehmen und Selbstwirksamkeit zu erlangen.
Ziele
- Förderung der Selbstregulation
- Einsatz von unterstützenden Kommunikationsmethoden, um in Kontakt zu kommen
- Einblick in das Konzept der Neuen Autorität und das Kennenlernen von Contactivity nach Uri Weinblatt
Vortragende:
Heidemaria Secco, BEd, PerSpektiven, weitere Infos zur Referentin siehe Beilage „Referentinnen und Referenten Liste“
Workshop 2: Cybermobbing: Sexuelle Übergriffe mittels Handy und Internet
Digitale Räume sind ein Teil der Lebensräume Jugendlicher. Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum ist damit auch leider ein Teil der Lebensrealität vieler Jugendlicher geworden. In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit Cybermobbing und sexuellen Übergriffen über Handy und Internet auseinander. Im Fokus stehen Phänomene wie Sexting, Cybergrooming, digitale Belästigung sowie die mediale Darstellung von Geschlechterrollen. Die Teilnehmenden werden dazu angeregt, eigene Haltungen zu diskutieren und zu reflektieren, erhalten rechtliches Basiswissen und erfahren, wie sie präventiv arbeiten und Jugendliche unterstützen können.
Der Workshop richtet sich an alle interessierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Jugendlichen arbeiten.
Vortragende:
Marijana Gurabić und Anouar Mahdy, Selbstlaut, Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen, weitere Infos zu den Referierenden siehe Beilage „Referentinnen und Referenten Liste“
Workshop 3: Digitale Zivilcourage – Hass im Netz
Der Workshop vermittelt mit interaktiven Methoden Medienkompetenz für folgende Fragenstellungen:
- Wie begegne ich Angriffen und Aggression im Netz
- Wie treten extremistische Gruppen im Internet auf?
- Wie erkenne ich Fake News?
- Wie kann ich selbst aktiv gegen Hass und Hetze vorgehen
- Wie ist die rechtliche Situation in Österreich?
- Wie kann ich Betroffenen von Hass im Netz unterstützen
- Wo und wie bekomme ich als Betroffene/r Hilfe?
Ziele des Workshops:
- Sensibilisierung für die Auswirkungen von Hass und Hetze im Internet
- Wissenstransfer rund um die Themenbereiche Digitale Medien und Hass im Netz
- Erweiterung der Kommunikations- und Handlungskompetenz und der rhetorischen Fähigkeiten
Vortragende:
Mag.a Rakhi Schmuck und Nina Franke, M.Sc., Verein ZARA
Training GmbH, weitere Infos zu den Referierenden siehe Beilage „Referentinnen und Referenten Liste“.
AUSGEBUCHT // Workshop 4: Digitale Lebenswelten von Jugendlichen – toxische Trends im Netz
Vortragende:
Hannah Zischg, B.A., Medienworkshops für einen sicheren Umgang im Internet, weitere Infos zur Referentin siehe Beilage „Referentinnen und Referenten Liste“
AUSGEBUCHT // Workshop 5: SELBSTbestimmt in der digitalen Welt: Strategien für Lehrkräfte zur Förderung von Medienkompetenz
In einer Welt, in der Teenager auf Plattformen wie Roblox und TikTok mit als Gleichaltrige getarnten Erwachsenen kommunizieren und Volksschulkinder von Influencer*innen beeinflusst werden, stehen Lehrkräfte vor der Herausforderung, Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt zu schützen und kompetent zu begleiten.
Dieser Workshop richtet sich an Lehrpersonen und bietet einen kompakten Überblick über die digitalen Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, praxisnahe Strategien zu vermitteln, um Schüler*innen zu einem verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien, insbesondere Smartphones, zu befähigen.
Wesentliche Schwerpunkte sind:
- Erkennen von Gefahren: Strategien zur Identifizierung von Cybermobbing, Grooming, Fake News und Abofallen.
- Fördern von Medienkompetenz: Ansätze zur kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Inhalten, unterstützt durch aktuelle Studien.
- Best-Practice-Beispiele und Materialplattformen: Erfolgreiche Unterrichtsbeispiele von der Volksschule bis zur Sekundarstufe, die den verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones fördern.
Kollegialer Austausch: Raum für Diskussionen und das Teilen individueller Lösungen.
Vortragende:
Natalie Schrammel, M.Ed., BEd, Lehrerin für Englisch und Digitale Grundbildung, Medienpädagogin an der PH NÖ, Hochschullehrgangsleiterin „Social Media – Medienkompetenz im digitalen Zeitalter“
AUSGEBUCHT // Workshop 6: Digitale Fürsorge: Zwischen Selbstregulation und sozialer Verantwortung
Im Workshop zur digitalen Selbstfürsorge stellen wir uns den Fragen, die unseren Alltag mit Smartphone, Laptop und sozialen Medien prägen. Welche Strategien helfen, Stress, Überforderung und ständige Erreichbarkeit besser zu bewältigen? Wie stärken wir unsere Resilienz, damit digitale Technologien nicht unsere Energie rauben, sondern unser Wohlbefinden unterstützen? Zugleich geht es um die Frage, wie dieses Wissen an Kinder und Jugendliche weitergegeben werden kann, damit sie lernen, mit digitalen Reizen bewusst umzugehen und ihr autonomes Nervensystem zu regulieren. Die Erfahrungen, Ideen und Kompetenzen der Teilnehmenden bilden dabei eine wichtige Grundlage: Gemeinsam entwickeln wir Strategien und Best-Practice-Ansätze, wie digitale Selbstfürsorge in Schule, Unterricht und Erziehungsalltag wirksam und attraktiv umgesetzt werden kann.
Vortragende:
Assoz.-Prof. Dr. Thomas Herdin, Kommunikationswissenschafter und Leiter der Abteilung transkulturelle Kommunikation an der Universität Salzburg
Workshop 7: Online-Gewalt erkennen, verstehen und wirksam handeln
Cybermobbing stellt Schulen vor besondere Herausforderungen: Digitale Gewalt wirkt oft verdeckt, kann aber gravierende psychische Folgen haben. In diesem Workshop werden typische Merkmale von Online-Gewalt und deren Unterschiede zu klassischem Mobbing vorgestellt. Die Teilnehmenden lernen, Warnsignale zu erkennen, psychische Belastungen einzuschätzen und sowohl präventiv als auch im akuten Fall handlungsfähig zu sein. Neben praxisnahen Interventionsstrategien werden Möglichkeiten diskutiert, wie Schule ein sicheres digitales Miteinander fördern kann.
Vortragende:
Markus Böckle, Mag. Mag. Dr., MSc, Philosoph, Kognitionsbiologe, ist Psychotherapeut (Integrative Therapie), Coach, Supervisor und Lehrtherapeut in eigener Praxis sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter (PostDoc) an der Karl Landsteiner Privatuniversität. Er ist Präsidiumsmitglied im Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) und arbeitet seit Jahren im Bereich digitaler Gesundheitsförderung. Durch seine Erfahrung in digitaler psychologischer Intervention, schulnaher Beratung sowie seine Forschung und Publikationen in Psychotherapie, Psychiatrie, Philosophie und Kognitionswissenschaften verbindet er wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisorientierten Strategien
Workshop 8: Zwischen ‚Genderwahn‘, ‚Transgender-Gehirnwäsche‘, und ‚Gender-Ideologie‘ – warum Schule queere Kontexte braucht
Smartphones und soziale Medien sind für viele Jugendliche zentrale Werkzeuge der Orientierung – gerade für queere Schüler*innen oft auch wichtige Zufluchtsräume. Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hate Speech online zu und stellen eine große Herausforderung dar. Der Workshop fragt, wie Schule Heranwachsenden helfen kann, in Abstimmung mit, aber auch abseits der digitalen Welt, selbstbestimmt und reflektiert mit Fragen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität umzugehen und Sichtbarkeit und Bestätigung zu erfahren. Gemeinsam entwickeln wir Strategien für queer-inklusive Strukturen und Unterrichtspraxis – von der Förderung durch Lehrkräfte bis zu Maßnahmen auf Leitungsebene. Inputs, Übungen und Austausch liefern konkrete Impulse, um Schule zu einem sicheren Ort für alle Jugendliche zu machen.
Vortragende:
Dominik Eibl BEd MEd, Lehrer für die Unterrichtsfächer Biologie und Umweltbildung/ Geografie und wirtschaftliche Bildung; IMST Gender_Diversitäten Netzwerk
Mag. Manuel Petruj, Medienpädagoge an der PH NÖ; AHS-Lehrer für Englisch, Geschichte/Politische Bildung und Digitale Grundbildung
