Fortbildungen Frühjahr 2024

Wir bieten Ihnen im Frühjahr wieder sechs Fortbildungen zu unterschiedlichen Bereichen in der Gewaltprävention an: Islamismus und Politischer Islam, Imago in der Pädagogik, Mobbing und Mobbingintervention,  Gewalt in der Familie – Ein Thema für Schule und Jugendarbeit, Handlungssicherheit in Konflikten und Jugendliche und ihre Social Media Welt, sind die Themen, die bearbeitet werden. Damit wollen wir Ihnen neues Wissen und neue Handlungsoptionen vorstellen bzw. Sie  bei der Umsetzung in der Kinder- und Jugendarbeit unterstützen.

Die Fortbildungen werden in Präsenzform angeboten sind natürlich wieder kostenlos!

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung! Bitte füllen Sie das Formular aus und senden es an gewaltpraevention@noel.gv.at.

Wann:
Donnerstag, 7. März 2024 I 14:00 – 18:00 Uhr

Wo:
Regierungsviertel St. Pölten
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 1A, 2. Stock, Industrieviertelsaal


Inhalt:
Was ist Islamismus? Was ist Politischer Islam? Wo liegen ihre Abgrenzungen zum Salafismus und Jihadismus? Das Seminar erklärt unterschiedliche Erscheinungsformen religiös motivierter Radikalisierung und ihre ideologischen Hintergründe. Aktuelle Erkenntnisse aus der laufenden Feldforschung in Österreich werden präsentiert und bewertet.

  • Ideologische Strömungen
  • Gruppierungen und Organisationen in Österreich
  • Symbole von Organisationen und Strömungen
  • Gestus, Habitus und Codes im Milieu
  • Sprachliche Ausdrucksformen und Erkennungszeichen
  • Fälle aus der Praxis
  • An wen kann ich mich wenden?

Ziele:

  • Ideologische Strömungen erkennen und einschätzen
  • Strategien im Gespräch mit betroffenen Jugendlichen erarbeiten

Methoden:

Informationsinput, Reflexionsprozesse, Erfahrungsaustausch, Praxisfälle

Referent:
Mag. Dr. Lucian Reinfandt, Arabist und Islamwissenschafter, Senior Researcher, Österreichischer Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischen Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam); nähere Informationen unter www.dokumentationsstelle.at

Wann:
donnerstag, 14. März 2024 | 09:00 – 17:00 Uhr

Wo:
Pädagogische Hochschule NÖ Campus Baden
2500 Baden, Mühlgasse 67, Seminarraum HEG09

Inhalt:

„Imago“ meint das innere Beziehungsbild, das jede und jeder aufgrund seiner Herkunftsgeschichte in sich trägt und das im Miteinander (meist unbewusst) wirkt. Dieses Bild und die daraus resultierenden Handlungen können sehr hilfreich, in manchen Situationen, vor allem in herausfordernden, aber auch äußerst hinderlich sein. Die Beziehungsqualität ist eine der Hauptfaktoren für erfolgreiche Pädagogik, Lehren und Lernen und Grundlage für ein gewaltfreies Miteinander. Trotz diesem Wissen kommen wir – manchmal viel zu schnell – an unsere Grenzen. Was steckt genau dahinter? Was ist es, das mich hindert, mein empathisches Potential, mein Ideal zu leben?
In dieser Fortbildung geht es um

  • Grundlagen der Imago-Theorie für die pädagogische Arbeit
  • Interessantes aus der Wissenschaft
  • Zusammenhänge zwischenmenschlicher Aktion und Reaktion
  • ein Booster für Empathie und professionelles, empathisches Haneln und Lehren
  • Tipps und Übungen für den Transfer in den pädagogischen Alltag

Ziele:

  • eine professionelle, stabile, empathische Haltung und Handlung – auch in herausfordernden Situationen
  • erleben des eigenen Potentials
  • etablieren einer zeitgemäßen Beziehungs-Kultur, die sowohl den Lehr- und Lernerfolg, wie auch die persönliche Entwicklung, die Freude und den Frieden (in Einrichtungen) fördert

Referentin:
Ilka Wiegrefe, Leitung „Team Präsent – Institut für Gewaltprävention und Beziehungskultur; nähere Informationen unter www.team-praesent.at

Wann:
Dienstag, 12. März 2024 | 09:00 – 17:00 Uhr

Wo:
Pädagogische Hochschule NÖ, Campus Baden
2500 Baden, Mühlgasse 67, Seminarraum HEG08

oder

Wann:
Dienstag, 30. April 2024 | 09:00 – 17:00 Uhr

Wo:
Regierungsviertel St. Pölten, 3109 St. Pölten, Landhausplatz 1,
Haus 1A, 2. Stock, Industrieviertelsaal

Da es sich bei Mobbing nicht um einen Konflikt, sondern um ein kaum zu durchschauendes Gruppenphänomen handelt, brauchen wir eine klare Intervention, um Mobbing unter Kindern und Jugendlichen kompetent zu begegnen und nachhaltig zu stoppen. Der „No Blame Approach“ ist ein sehr gut evaluiertes Handwerkszeug. Er arbeitet ziel- und ressourcenorientiert und bindet sowohl die Akteurinnen und Akteure wie auch unbeteiligte Mitschülerinnen und Mitschüler aktiv in den Lösungsprozess ein. Weg von Schuldzuweisung und Beschämung hin zu wertschätzender und lösungsorientierter Verantwortung.

Ziel:

Sie können den „No Blame Approach“ kompetent anwenden und Mobbing zeitnah und nachhaltig lösen.

Inhalt:

Mobbing erkennen und von Konflikten unterscheiden können. Training der drei Schritte des „No Blame Approach“, Prävention
und Nachbereitung.

Voraussetzung:

Interesse, einen systemisch orientierten Interventionsansatz zu trainieren, um diesen als Lehrperson, pädagogischeoder psychosoziale Fachkraft anzuwenden. Empfohlene

Unterlagen:

Seminarbuch „No Blame Approach“ kann im Rahmen der Fortbilungen, wie auch weitere Materialien, erworben werden (Kosten pro Buch € 18,00).

Referent:

Viktor Bauernfeind, Leitung „Team Präsent – Institut für Gewaltprävention und Beziehungskultur; nähere Informationen unter www.team-praesent.at

Wann:
Mittwoch, 17. April 2024 | 14:00 – 18:00 Uhr

Wo:
Pädagogische Hochschule NÖ, Campus Baden
2500 Baden, Mühlgasse 67, Seminarraum HOG 205

Inhalt:
Im schulischen Alltag kann es dazu kommen, dass Pädagoginnen und Pädagogen Sorge haben, dass ein Kind oder ein/e Jugendliche/r in der Familie Vernachlässigung und/oder körperlicher Gewalt erfährt. Manchmal vertrauen sich Kinder/Jugendliche auch direkt einer Lehrperson mit ihren Gewalterfahrungen an. Das kann bei Lehrkräften zu Verunsicherung und/oder starkem Handlungsdruck führen. Im Workshop erhalten Sie fachliche Informationen zu Gewaltformen und Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Wir diskutieren Leitlinien zur Einschätzung von Verdacht und Gefährdung von Kindern/Jugendlichen und die Rolle und Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer. Informationen zu gesetzlichen Grundlagen sowie zu schulinternen und externen Unterstützungsangeboten unterstützen Sie im professionellen Handeln.

Methoden:
Vortrag, Gruppenarbeit, Diskussion

Ziel:

Wissen um gesetzliche Grundlagen, Rollen- und Verantwortungsklarheit, Erweiterung der Handlungssicherheit bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in der Schule.

Referentin:
Michaela Sodl ist seit 1995 als Psychologin an Wiener Pflichtschulen tätig, weist eine langjährige Tätigkeit als Workshopleiterin zu Gewaltprävention an Schulen und in der Lehrerfortbildung sowie in der Supervision für Pflichtschullehrkräfte auf und ist personenzentrierte Psychotherapeutin in freier Praxis.

Wann:
Donnerstag, 18. April 2024 | 09:00 – 15:00 Uhr

Wo:
Bildungshaus St. Hippolyt, 3100 St. Pölten, Eybnerstraße 5,
Tagungsraum 1, Erdgeschoß

oder

Wann:
Donnerstag, 19. April 2024 | 09:00 – 15:00 Uhr

Wo:
Pädagogische Hochschule NÖ, Campus Baden
2500 Baden, Mühlgasse 67, Seminarraum HOG 202

Inhalt:
Die Fortbildung vermittelt Methoden, die geeignet sind, Konflikte nicht in Form von Machtspielen auszutragen um Eskalationen zu vermeiden. Das Ziel ist eine Konfliktlösungsfindung auf Augenhöhe! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden handlungssicher im Umgang mit schulalltäglichen Konflikten. Sie werden in ihrer Haltung gestärt, bekommen mehr Klarheit und werden in ihrer pädagogischen Persönlichkeitsentwicklung gefördert, wodurch weniger eskalierende Konflikte sondern mehr Gelassenheit im Schulalltag möglich ist.
Auf folgende Fragen werden Sie Antworten finden:

Haltung im Berufsalltag:

  • Wie führe ich Menschen und gebe Orientierung?
  • Mein Selbstverständnis als Lehrerin und Lehrer
  • Welche persönliche Haltung brauche ich im Berufsalltag?
  • Welche Haltung brauchen wir in unserem Team und Netzwerk?
  • Mehr Achtsamkeit?
  • Welche Tools und Methoden helfen mir, meine eigenen Ressourcen zu schonen?
  • Wie bekomme ich mehr Klarheit und Sicherheit?
  • Wie kann ich besser mit meiner Energie haushalten?
  • Umsetzungsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit erfahren

Konfliktmanagement: Wie kann ich frühzeitig Konflikte lösen und verstehen?

  • Was ist mein Konfliktmuster? Welche Konfliktmuster gibt es?
  • Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen im Konflikt?
  • Wann fühle ich mich sicher, wann unsicher?
  • Welche Tools und Konfliktlösungsmodelle brauche ich für meinen Berufsalltag?

Körpersprache und Kommunikation Deckt sich meine Körpersprache mit meinen Inhalten und meiner

  • Deckt sich meine Körpersprache mit meinen Inhalten und meiner Haltung? Bin ich authentisch?
  • Wie kann ich wieder mehr auf meine Intuition vertrauen?
  • Wie kann ich über meine Körpersprache Orientierung und Sicherheit geben?
  • Wie erreiche ich meine Klassenkinder in Gesprächen wirklich?

Referent:
Markus Brand, Dipl. Sozialarbeiter (FH), Anti-Aggressivitäts-Trainer/Ausbilder, Bindungsbasierter Therapeut, Deeskalationstrainer, Präventionsmanager Gewalt, Hypnosecoach, Geschäftsführer antigewalt.com; nähere Informationen unter www.antigewalt.com

Wann:
Dienstag, 14. Mai 2024 | 14:00 – 18:00 Uhr

Wo:
Pädagogische Hochschule NÖ, Campus Baden
2500 Baden, Mühlgasse 67, Seminarraum HEG08

Inhalt:
In einer digital dominierten Welt ist es entscheidend das Rüstzeug zu haben, um Internet-Inhalte kritisch zu prüfen und Manipulationen zu erkennen. Hier setzt der Workshop mit Andre
Wolf, einem der führenden, deutschsprachigen Experten auf dem Gebiet der Internetsicherheit, an und bietet Ihnen eine fundierte Einführung. Sie erfahren, in welchen Social Media Welten sich Jugendliche bevorzugt bewegen und welche Auswirkungen dies im realen Leben haben kann; die Auswirkungen von verschiedenen KI-Tools auf unseren Alltag werden ebenfalls vorgestellt. Aber es bleibt nicht nur bei der Theorie: Sie können anhand von praktischen Beispielen das Gehörte gleich ausprobieren; so garantieren wir, dass das Gelernte nicht nur verstanden, sondern auch umgesetzt wird.“

Referent:
Andre Wolf ist Experte auf dem Gebiet der Falschmeldungen und des Internetmissbrauchs. Als Blogger, Autor und Content/Social Media Koordinator bei Mimikama ist er regelmäßig in den Medien; Mitarbeit im „No Hate Speech“ Komitee und in der Bundesstelle für Sektenfragen im Ausschuss „Verschwörungstheorien“; nähere Informationen unter www.mimikama.org.